Schlagwörter

, , , , , , , ,


Wir starten mit einer Definition …

Hochbegabung bezeichnet eine umfassende, weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. In der Psychologie wird diese durch unterschiedliche Modelle unterschiedlich definiert. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass es einen Generalfaktor der Intelligenz („g“) gebe. Das Konstrukt der Hochbegabung geht davon aus, dass es zwischen verschiedenen Menschen quantitative Unterschiede hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen gibt und dass es außerdem möglich ist, Menschen hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen in eine Reihenfolge zu bringen. Als hochbegabt bezeichnet man Menschen, deren Testergebnis in einem standardisierten Intelligenztest mindestens zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert aller Getesteten liegt; Hochbegabte sind daher per Definition selten.

Soweit ein Auszug aus dem entsprechenden Wikipedia Artikel zum Thema Hochbegabung.

Die Hochbegabung wird also mittels eines Intelligenztests festgestellt, und es hat sich eingebürgert, dass ab einem IQ von 130 von einer Hochbegabung gesprochen wird. Um dies besser verstehen zu können, braucht man sich ledichlich eine Normalverteilungskurve (Die Glockenkurve aus dem Mathe-Unterricht) vorzustellen und sich klar zu machen, dass die meisten Menschne einen IQ rund um 100 haben. Sowohl links als auch rechts von diesem Mittelfeld wird es dünn – und zwar je weiter weg vom Mainstream, desto weniger Personen sind betroffen. Rein rechnerisch, bzw. durchschnittlich betrachtet, haben 2-3% der Bevölkerung einen IQ von mehr als 130 Punktwerten.

Ist Hochbegabung mit Hochleistung gleichzusetzen?

Leider nicht. Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall und hochbegabte Kinder leisten bei weitem nicht das, was sie könnten. Aber warum? Es geht schon in der Grundschule los, denn den Lehrstoff verstehen hochbegabte in der Regel ohne dafür lernen oder sich anstrengen zu müssen. Das führt zu zwei Phänomenen:

  1. Hochbegabten Kindern ist in der Grundschulge langweilig. Stören, Klassenclown und Leistungsverweigerung sind dann die Folge.
  2. Hochbegabte Kinder lernen in der Grundschule das Lernen nicht. Wenn in der weiterführenden Schule dann aber Lerntechniken notwendig werden, weil beispiels weise Vokabeln auswendig gelernt werden müssen, strengt dies das Kind ab. Es hat bislang nicht gelernt zu lernen und empfindet diesen Vorgang als lästig. Leistungsverweigerung ist auch hier die Folge.

Welche Formen der Hochbegabung werden unterschieden?

Nach Heller werden folgende Formen der Hochbegabung unterschieden, wobei man sicher immer klar machen sollte, dass es sich hierbei um Dispositionen handelt.

  • Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)
  • Sozial-emotionale Fähigkeiten
  • Musisch-künstlerische Fähigkeiten
  • Musikalische Fähigkeiten
  • Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)
  • PsychomotorischeFähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)
  • Praktische Intelligenz
Advertisements