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Schön für’s Auge, schlecht  für’s Denken. So könnte man das Forschungsergebnis, das Wissenschaftler in Rostock unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nieke durchgeführt haben, in einem Satz zusammenfassen. Prof. Nieke ist Gründungsprofessor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Rosock und rät nun, insbesondere an Universitäten und Gymnasien zum „sorgsamen Umgang mit Animations-Elementen bei Lehrveranstaltungen„. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr an Wissen vermittelt wird, sollte auf überflüssige Elemente verzichtet werden. „Dadurch wird die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Form umgelenkt„.

Die untersuchte Hypothese: das Arbeitsgedächtnis wird durch Animationseffekte und grafische Aufbereitung belastet, was zu einer verminderten Aufnahmefähigkeit führt. Bei den Versuchen wurden demnach verschiedene Präsentationsformen genutzt und anschließend überprüft, wie viele Informationen im Gedächtnis hängengeblieben sind. Überraschender Weise hat hierbei der gute alte Overhead-Projektor am besten abgeschnitten. Dieses Ergebnis hat das Forscherteam so überrascht, dass die Untersuchung direkt ein zweites Mal durchgeführt wurde – das Resultat blieb das gleiche…

Also, auch wenn es dem ein oder anderen viel Spaß macht die tollen Möglichkeit von Power-Point & Co zu nutzen: Wenn Inhalte transportiert werden sollen, sollten die Effekte offensichtlich sehr sparsam bis gar nicht eingesetzt werden.

Mehr Informationen dazu gibt es es hier.

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