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Die Maßnahme war umfangreich: Eine Befragung von 30.000 Arbeitnehmern im ersten Halbjahr 2011 in 17 Ländern; darunter 2.000 Arbeitnehmer aus Deutschland. Die Fragestellung: Welches sind die wichtigsten Motivationsfaktoren?

Mit dieser Fragestellung befasst sich auch Psychologie im Alltag seit einigen Wochen (Umfrage „Ist Arbeit doof?„), und im Ergebnis zeigt sich hierbei die gleiche Tendenz, wie bei der Analyse der Unternehmensberatung Mercer, um die es in diesem Artikel geht.

Geld beruhigt zweifelsohne die Nerven, als Motivationsfaktor für die Arbeit spielt es aber nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt wurden 13 Faktoren bewertet und das Thema Finanzen landete hierbei auf Platz 6.

Die sechs wichtigsten Motivationsfaktoren sind nach dieser Studie:

auf Platz 1: Respekt
auf Platz 2: Work-Life-Balance
auf Platz 3: Art der Arbeit
auf Platz 4: Kollegen
auf Platz 5: Führung
auf Platz 6: Grundgehalt

Viele kennen die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow, nach der der Mensch – mehr oder weniger nacheinander – nach folgenden Dingen strebt:

1. Grund- und Existenzbedürfnisse (Essen, Schlafen, Fortpflanzung)
2. Sicherheit (Ich habe auch übermorgen noch etwas zu essen)
3. Erfüllung sozialer Bedürfnisse (Freunde, Kultur)
4. Anerkennung und Wertschätzung (Respekt)
5. Selbstverwirklichung (Das eigene Buch schreiben)

Kann das Umfrageergebnis mit der Bedürfnispyramide begründet werden? Das Streben nach Respekt setzt nach Maslow eine gesicherte Erfüllung der Grundbedürfnisse sowie ein funktionierendes, soziales Umfeld voraus.

Was denkt Ihr, hätten die Menschen zu einer anderen Zeit anders auf die Motivationsfrage geantwortet oder ist der Wunsch nach Respekt und Anerkennung so tief im Wesen des Menschen verankert, dass wir immer gleich antworten?

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