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Was macht eine gute Team-Arbeit aus? Mit dieser Frage haben sich vor einigen Jahren die Herren Margerison und McCann auseinandergesetzt und dabei ein heute führendes Modell für Personal-, Team- und Organisationsentwicklung entwickelt.

Dieses System ist unter dem Namen TMS (Team Management System) bekannt geworden und unterscheidet sich von psychologischen Modellen wie zum Beispiel DISG oder MBTI vor allem darin, dass nicht nur die Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt werden, sondern auch die Arbeitspräferenzen der Menschen. Es werden somit verschiedene Aspekte kombiniert, um daraus eine Art Team-Charakter und optimale Rollen zu ermitteln.

Klingt ein bisschen kompliziert, ist es aber gar nicht. Der Kern steckt in der Frage, welche Tätigkeiten jemand gerne durchführt, welche er gar nicht mag und welche eher als neutral empfunden werden. Fragt man genügend Menschen, erhält man eine große Anzahl von Tätigkeitsbeschreibungen, die sich aber clustern lassen. Beim Aufbau des TMS-Modells wurde genau dies gemacht und es entstanden daraus 8 Cluster, in die verschiedenste Tätigkeiten eingruppiert werden können und die von einem Team in der Regel bearbeitet werden müssen.

Es geht hierbei also um die Frage, was im Rahmen einer Teamarbeit  geleistet werden muss und wie man diese Arbeit am besten verteilt. Ich möchte an dieser Stelle nur zwei TMS-Charaktere herausgreifen und erklären: Umsetzer und kreative Innovatoren.

Umsetzer

In diesem Bereich des sogenannten TMS-Rades finden sich Aufgaben, die günstiger Weise von Menschen bearbeitet werden, die sich als Umsetzer im Sinne dieser Methode verstehen. Charakteristisch ist für diese Personen, dass sie Veränderungen nicht mögen, gerne Aufgaben erledigen, die klar formuliert sind. Diese Menschen denken viel nach besvor sie sprechen, und sie buchstabieren Erfolg so: T.U.N. 😉

Besonders wenn Du jetzt denkst: „Das ist doch ganz normal, alle Menschen sind so“, solltest Du weiterlesen und erfahren was im Bereich „kreative Innovation“ passiert.

Kreative Innovatoren

In diesem Cluster des TMS-Rades geht es darum, dass überhaupt nicht klar ist, was getan werden muss. Da steht ein Problem im Raum und irgendwie muß man etwas tun, aber niemand weiß was. Nun muss man viel reden, Ideen entwickeln, diese wieder verwerfen, Misserfolge einstecken und das Ganze verläuft unter Umständen ziemlich chaotisch. Für die einen ist dies der absolute Horror, für die anderen das Paradies auf Erden.

Kreative Innovatoren fühlen sich in solchen Situationen pudelwohl und je mehr der Staub sich legt und je klarer wird, was zu tun ist und je routinierter die Aufgaben werden, desto weniger Spaß hat der Innovator an dieser Arbeit. Ab jetzt übergibt er sie sehr gern an andere und kümmert sich lieber um das nächste Problem oder die nächste Idee, die er oder sie im Kopf hat.

Das Geheimnis guter Team-Arbeit besteht nach dem TMS-Modell darin, dass ein Team aus unterschiedlich gepolten Menschen besteht, die die verschiedenen Arbeitspräferenzen kennen, sich gegenseitig akzeptieren und die Aufgaben entsprechend dieser Präferenzen verteilen. Es ist eben nur bedingt sinnvoll, einen systematischen Umsetzer ins „Chaos“ zu setzen und gleichzeitig dem kreativen Innvotor eine wochenlang anhaltende Routineaufgabe zuzuweisen.

Dass die Team-Arbeit durch TMS zwar hinsichtlich der Ergebnisse gut wird, das Mitarbeinder aber gleichzeitig Herausforderungen birgt, versteht sich von selbst. Denn häufig ist es, dass der „geschwätzige und chaotische“ Kreative auf wenig Gegenliebe beim routinierten Umsetzer stößt, wenn er in der laufenden Routine ständig mit neuen Ideen kommt und alles mögliche regelmäßig erneuer möchte. Umgekehrt gilt es genauso, wenn der Umsetzer als stoischer Sturbock, der vom Kreativen als Innovationsverweigerer gesehen werden könnte …

Detaillierte Informationen zum TMS findet Ihr auf der deutschen Seite des TMS-Zentrums.

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