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Soziale DistanzWer kennt das nicht: Die Beziehung zum Familienangehörigen ist eine andere, als zu fremden Menschen und je fremder mir diese Menschen sind, desto höher ist die soziale Distanz.

Wenn wir nun sozialpsychologisch der Frage nachgehen möchten, wie groß die gefühlte Distanz zwischen dem einen und dem anderen Teil der Gesellschaft tatsächlich ist – wie soll man dieses Gefühl in Zahlen gießen?

Emory Stephen Bogardus gab 1933 eine Antwort auf dieser Frage, indem er eine Skala zu diesem Zweck entwickelte, die als Bogardus Skala bekannt wurde. Die Idee ist bemerkenswert, weil Bogardus mit 7 Fragestellungen der Gruppe 2 mit der Gruppe 1 immer näher auf die Pelle rückt:

Stell Dir vor, Du wirst im Hinblick auf eine Personengruppe X (zum Beispiel Menschen eines bestimmten Kulturkreises/aus einem bestimmten Land oder Menschen mit einer bestimmten sexuellen Orientierung oder solche, die andere Fußballvereine mögen, als Du) befragt: Wie ok wäre es für Dich auf einer Skale von 0 bis 5 (0=gar nicht, 5=voll und ganz), wenn diese Menschen aus der gedachten Personengruppe …

  1. … zeitweise im selben Land leben würden, wie Du?
  2. … für immer im selben Land leben würden, wie Du?
  3. … in der selben Straße leben würden, wie Du?
  4. … in Deiner unmittelbarer Nachbarschaft leben würden?
  5. … ein Arbeitskollege oder eine Arbeitskollegin wäre?
  6. … in Deinem Freundeskreis wären?
  7. … durch eine Hochzeit zu einem Familienmitglied würde?

Interessant ist hier auch der gedankliche Selbsttest mit unterschiedlichen Menschengruppen. Durch diese Art der Selbstreflexion erkennen wir gut, wie unsere innere Einstellung gegenüber verschiedenen Gruppen ist.

Präzisere Details zu den Fragen der Skala findest Du hier.

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