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Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie es kommt, dass Du Dinge erkennst? Zum Beispiel einen Baum, obwohl die alle anders aussehen; oder ein Gesicht, obwohl Du nur zwei Punkte und zwei Striche auf dem Blatt Papier siehst; oder ein Monster, obwohl Du nur in eine Nebelschwade schaust?

Vereinfacht dargestellt passieren folgende Dinge:

1.  Ein oder mehrere Reize (z.B. Licht, Schall, Wärme, Kälte usw.) erreichen Deine Sinnesorgane.

2. In den Sinnesorganen wird dieser Reiz in sogenannte Aktionspotenziale umgewandelt und über die Nervenbahnen in die jeweilige Hirnregion geleitet.

3. Im Gehirn werden dadurch viele Nervenzellen aktiviert, und die eingehenden Informationen werden so verarbeitet, dass ein Output entsteht.

Dieser Output kann eine Erkenntnis sein, zum Beispiel die Erkenntnis „Das ist ein Baum!“ oder „Huch, ein Monster!“ – es kann aber auch eine Emotion oder ein Gefühl entstehen, bzw. ein Kombination aus verschiedenen Dingen.

Ein Selbstversuch

Mir ist heute ein Foto über den Weg gelaufen, bei dessen Betrachtung Du Dich selbst bei genau dieser Informationsverarbeitung einmal beobachten kannst. Schau Dir mal das folgende Plakat  ganz genau an 🙂

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Interessant, wie sich die Erkenntnis langsam aufbaut, oder? Zudem ist dieses Plakat aber auch ein tolles Beispiel für die Gegensätze der „konzeptgesteuerten“ vs. „datengesteuerten“ Informationsverarbeitung.

Auf den ersten Blick findet eine datengesteuerte Verarbeitung, bei der der Reiz das Ergebnis der Informationsverarbeitung dominiert, statt. Man sieht sofort, dass es sich hierbei um einen arabischen Slogan handeln muss.

Nachdem die Reize über den Sehnerv im Gehirn angekommen sind und man sich intensiv damit befasst, beginnt man langsam zu verstehen, was da wirklich steht. Nun findet also eine konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung statt, bei der uns mentale Repräsentationen dabei helfen, den eigentlichen Text zu entziffern.

Wenn man am Ende dann auch noch über den Sinn des Plakats nachdenkt und diesen entdeckt, bleibt einem irgendwie nur noch über den menschlichen Geist zu staunen.  Was für ein Plakat… 🙂

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