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Der Hirnforscher Arvid Guterstam und seine Forscherkollegen haben 154 Probanden eine dritte Hand geschenkt – allerdings war es eine Gummihand, die einfach vor die Probanden auf den Tisch gelegt wurde. Die Arme waren dabei verdeckt, wie man auf dem Bild (Quelle: Spiegel Online) gut sehen kann.

Das Ergebnis des Experiments ist im Fachjournal „Plos One“ veröffentlicht worden und wirklich beeindruckend. Um das Gefühl aufzubauen, dass die Prothese zum eigenen Körper gehört, wurden Gummihand und echte Hand simultan mit einer Bürste an der gleichen Stelle berührt. Das, was dem Gehirn visuell dargeboten wurde führte wohl zu einem inneren Konflikt, der aufgelöst wurde, indem das Gehirn die Gummihand als dritte, eigene Hand akzeptierte.

Nachdem also dieser Zustand hergestellt war, „bedrohten“ die Forscher sowohl die echte Hand als auch die Gummihand mit einem Messer. In beiden Fällen waren die Probanden gleichermaßen  gestresst – sie hatten tatsächlich Angst um die Gummihand.

Das Ziel des Versuchs war es, in der Entwicklung von Prothesen weiterzukommen. Hernrik Ehrsson, der die Studie leitete, meint, dass zum Beispiel Menschen, die durch einen Schlaganfall halbseits gelähmt wurden, eine Prothese als eigenen Arm erleben und nutzen könnten.

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